Mittwoch, 25. September 2019

Kann Markus Hartmann den amtierenden Bürgermeister aus dem Sattel heben?

Markus Hartmann will Bürgermeister in Obernburg werden.
Foto: Freie Wähler Obb/M. Hartmann

Der Wahlkampf in der Römerstadt am Main ist eingeläutet: Die CSU hat den amtierenden Bürgermeister wieder ins Rennen um den Chefsessel im Obernburger Rathaus geschickt und die Stadtratsliste für die Kommunalwahl am 15. März 2020 verabschiedet. Die Freien Wähler trumpfen mit Markus Hartmann auf, der seinen Lebensmittelpunkt im Stadtteil Eisenbach hat und Verantwortung für Obernburg übernehmen will. Mit Spannung werden die Listenaufstellungen erwartet. Aktive Liste, Bündnis 90/Die Grünen, Freie Wähler und SPD haben ihre Kandidaten und Kandidatinnen noch nicht nominiert. Möglicherweise gibt es weitere Bürgermeisterkanditat*innen. Es wird auf jeden Fall spannend. Eine Besonderheit: Keiner der amtierenden SPD-Stadträte wird 2020 wieder antreten. Dennoch: Die Sozialdemokraten treten wieder mit einer eigenen Liste an. Ziel von Aktive Liste, Grüne, FW und SPD ist, eine Politikwende zu erreichen und die Vormachtstellung der CSU zu brechen. Kein leichtes Unterfangen!


Ein Kandidat mit Know How


Zu Markus Hartmann ist zu sagen, dass der 45-jährige Familienvater eine Menge Kompetenz vorzuweisen hat. Er ist Staatsbeamter beim Landratsamt Aschaffenburg, kennt sich bestens in der Kommunalverwaltung aus, ist aber kein Paragrafenreiter, sondern hat frische Ideen und zeigt sich motiviert, seine Heimatkommune nach vorne zu bringen. Es geht ihm nicht allein um wirtschaftliche Aspekte, sondern darum, alle relevante Themen, wie auch den Umweltschutz, den Erhalt der natürlichen Ressourcen und die Möglichkeiten der Stadtentwicklung miteinander in Einklang zu bringen. Sein Vorteil: Er ist unverbraucht und glaubwürdig. Er führt keine Diffamierungskampagne gegen den politischen Gegner, sondern bewegt sich auf einer sachlichen Ebene mit stichhaltigen Argumenten
Sein Standing im jüngsten Beitrag bei bei meine-news.de: Lebensqualität und Luft zum Wohle der Bürger verbessern!

Wer mehr über sein Profil erfahren möchte, kann es hier tun.





Sonntag, 7. Juli 2019

Pflanzen und Kunsthandwerk bei der Baumschule Geißler


Ein Dorado für Pflanzenfreunde bietet die Ausstellung »Kunst und Handwerk« wie hier die üppige Hortensienpracht auf dem Gelände und in den Räumen der Baumschule Geißler im Obernburger Stadtteil Eisenbach.

Zum fünften Mal fand am Wochenende des 6. und 7. Juli die Ausstellung »Kunst und Pflanzen« auf dem Gelände der Obernburger Baumschule Geißler statt. Es war wiederum ein Genuss für Auge, Seele und auch fürs leibliche Wohlergehen. Angekündigt waren Aussteller mit dekorativen Fensterrahmen, erlesenem Schmuck, Mosaikkunst, Handarbeiten, Keramik- und Tonkunst, Holzfiguren- und skulpturen, handgemachten Seifen und vielem mehr. Es war in der Tat ein buntes Programm an in seiner ganzen Vielfalt an Kunsthandwerk. Die Lebenshilfe hatte eine Ausstellung an Gemälden von Menschen mit Behinderung zusammengestellt.
Es gab zudem Angebote für die jüngsten Besucher und Spenden für einen guten Zweck.

Blitzeblauer Himmel und Blühpflanzen im Vordergrund  bei der Schau am Samstag.

Fürs leibliches Wohl war außerdem gesorgt: Wein vom Weingut Hofmann-Herkert aus Klingenberg, Flammkuchen, außergewöhnlich Bratwurstkreationen, Crepes sowie Kaffee und Kuchen.

Keramikfrösche von der Obernburger Keramikerin Inge Bernert. Man beachte die Gummistiefel! 😎
Farbenprächtige Gemälde von Menschen mit 
Behinderung.
Ideenreich arrangierte Präsentation.

Schmuck aus fossilem Mammut von Ingo Knoppe.


Handgeschöpfte Seifen und mehr.
Es gab in der Tat viel zu sehen und auch zu kaufen bei der Ausstellung. Gerade für die geschmackvolle Dekoration im eigenen Garten oder auf Balkon und Terrasse konnten die Besucher viele Anregungen sammeln. Eine super Idee des Teams um die Familie Hofmann von der Baumschule Geißler und ein Tipp, unter der Woche mal das Betriebsgelände zu besuchen und sich beraten zu lassen. Ideal für Leute, die gerne mit dem Fahrrad unterwegs sind! Das Unternehmen befindet sich direkt am Fahrradweg zwischen Eisenbach und Mömlingen. Mit dem Auto ist es über die Zufahrt von der B426 zum Reitgelände Neustädter Hof erreichbar.
Ich erlaube mir ganz keck, Werbung für die Baumschule der Familie Hofmann einfließen zu lassen, denn sie bedeutet eine Mehrwert für die Verbraucher - nicht nur in Obernburg! Regional einkaufen ist gelebter Umweltschutz und ein Beitrag zur Reduzierung der CO2-Emissionen.

Fotos © Ruth Weitz



Mittwoch, 22. Mai 2019

Wasser und die Gebühren - ein feuriges Thema in Obernburg - Update 22.05.2019

Hohe Wassergebühren erzeugen flammenden Protest in Obernburg. Es gibt aktuelle Nachrichten über die Informationsveranstaltung am 21. Mai 2019.
Bildquelle: pixabay.com
Neueste Nachrichten von der Wasserfront: Am 21. Mai 2019 fand eine Informationsveranstaltung im Gasthaus »Karpfen« statt. Ferdinand Kern nannte den Grund für den Rat zur Rücknahme des Widerspruchs. Die Chancen auf Erfolg seien gering, die Kosten jedoch hoch, wenn es zu einem Rechtsstreit vor dem Verwaltungsgericht komme. Juristisch sei die Erhöhung kaum anfechtbar, moralisch jedoch »gar nicht in Ordnung«, so der ehemalige Stadtrat. In seinem Vortrag wies er auf die vielen Rohrbrüche mit hohen Wasserverlusten von über 40 Prozent pro Jahr hin, die zu der dramatischen Erhöhung geführt hatten. Sehenden Auges sei die Entwicklung von Bürgermeister Fieger ignoriert worden. Schon im vorherigen Kalkulationszeitraum ab 2015 bis 2018 hätten Sanierungsmaßnahmen ergriffen werden müssen. Eine Gebührenanpassung sei damals nicht erfolgt, obwohl sie nötig gewesen wäre. Nun zahle der Bürger die Zeche und die Wasserrohrbrüche rissen nicht ab. Hier der vollständige Artikel auf meine-news.de.

Die Historie und die Details zur Wasserpreiserhöhung erläutert Ferdinand Kern.
Foto: R. Weitz
Ein dickes Lob ans Landratsamt, denn im April 2019 ging eine ausführliche Nachricht von Frau Kneisel bei Heinrich Weitz ein, dass eine eine Fristverlängerung zur Äußerung bis 31.05.2019 gewährt wird. Allerdings muss jede(r) der/die einen Widerspruch eingereicht hat, die Fristverlängerung selbst beantragen. Weiterhin werden auch die ungefähren Kosten benannt, in der ein „Gebührenrahmen“ von 33 – 66 Euro abgesteckt wird. Bei Zurücknahme des Widerspruchs werden Kosten von 33 Euro in Aussicht gestellt.
So war der Stand am 25. März 2019: Die Mühlen der Behörden mahlen extrem langsam. Das zeigt sich an der Bearbeitung des Widerspruchs gegen den Wasserpreis in Obernburg.
In der Stadtratssitzung am 26. Juli vor der Sommerpause 2017 hat der Stadtrat gegen die Stimmen der Freien Wähler entschieden, an dem Beschluss festzuhalten, den Wasserpreis um 80 Prozent auf 4,13 Eu­ro pro Kubikmeter zu erhöhen. Die Argumentation stützt sich auf die gesetzliche Vorgabe, die Wasser- und Abwassergebühren kostendeckend zu kalkulieren. Es waren 92 Bürgeranträge gestellt worden, noch einmal über den Beschluss zu beraten und neu abzustimmen. Insgesamt wollten sich knapp 450 Bürger mit der drastischen Erhöhung nicht abfinden und hatten ihren Protest schriftlich kund getan. Die Ursache der hohen Kosten sind hauptsächlich mehr als hundert Wasserrohrbrüche im Jahr 2017 und 2018 verantwortlich. Rund 6 000 Euro pro Reparatur schlagen zu Buche. Auch im Jahr 2019 zeichnen sich wieder außergewöhnlich viele Wasserrohrbrüche ab. Eigentlich sollte die Erneuerung des Rohrsystems in Obernburg-Nord schon 2018 angegangen werden. Nun ist die Maßnahme für Frühjahr 2019 geplant. Laut Beschluss im Stadtrat vom 28. März 2019 wurden die Vergaben jetzt festgelegt. 😧
Aktuelle Infos zum Thema

Widerprüchler sprechen von »Einschüchterungstaktik«


Die Stellungnahme des Landratsamtes gegen die laut Fieger insgesamt 114 Widersprüche von Haus- und Grundstückseigentümer ist mittlerweile (nach über einem Jahr!) bei einigen Widersprüchlern eingegangen. Ein 11 Seiten umfassendes Pamphlet in Behördensprache und Juristendeutsch, das kaum ein Mensch versteht. Fazit: Die Widersprüche seien zwar zulässig, aber als unbegründet zurückzuweisen. Innerhalb der nächsten vier Wochen soll mitgeteilt werden, ob eine Zustellung des kostenpflichtigen Widerspruchbescheids gewünscht wird, um beim Verwaltungsgericht in Würzburg Klage einzureichen. Wie hoch die Kosten sind, wird nicht beziffert. Wird der Widerspruch zurückgenommen, wird laut Landratsamt das Verfahren eingestellt und eine ermäßigte Gebühr festgesetzt. Auch hier wird die Höhe der Gebühr nicht genannt. Einer der Widersprüchler nannte diese Vorgehensweise »Einschüchterungstaktik«. Eine Frist von vier Wochen einzuräumen, um sich zu entscheiden, den Widerspruch aufrecht zu erhalten oder ihn zurückzunehmen, ist unverhältnismäßig kurz, wenn man bedenkt, dass mehr als ein Jahr vergangen ist, bis eine Mitteilung einging.
Aufgemerkt: Eine Senkung des Wasserpreises wäre erst in drei Jahren möglich, wenn neu kalkuliert wird. Es ist auch denkbar, dass noch einmal eine Erhöhung auf die Bürger zukommt, denn die Sanierung der defekten Leitungssysteme ist nicht zum Nulltarif zu erhalten.

Drei ältere Herren zeigen Einsatz


Ein »Wassermann«, was die Kompetenz in der kommunalen Wasserversorgung Obernburgs angeht, ist Ferdinand Kern, der 28 Jahre im Stadtrat saß und die wichtigsten Details für einen Widerspruch erarbeitet hat. Ihm haben sich Karl Heinz Messer, ein Marketingfachmann im Ruhestand und meine zuweilen bessere Hälfte Heinrich Weitz, Buchhändler a. D. angeschlossen, um eine Widerspruchsaktion in Gang zu setzen. Die Rentnergang hat schon eine Menge Resonanz erfahren. Die Frist für Eigentümer von Häusern, Wohnungen und Grundstücken lief am 25. Februar 2018 ab. Vor einigen Tagen ist bei vielen Widersprüchlern ein Schreiben von der Stadtverwaltung eingegangen, das zu großer Verunsicherung führte. Deshalb war für Freitag, 23. Februar, 19 Uhr im Hotel Karpfen eine Informationsveranstaltung anberaumt, in der auch ein Brief der drei Initiatoren an den Bürgermeister verlesen wurde, in dem sie um Aufklärung baten. Die Antwort erfolgte einen Tag nach Ablauf der gesetzten Frist, den Widerspruch zurückzunehmen. Wörtliches Fazit des Rathauschefs: »...Seitens der Stadtverwaltung gibt es keinen Bedarf für weitere Erklärungen oder Hinweise...«.
Die aufmüpfige Rentnergang gegen den Wasserpreis: von links Karl Heinz Messer, Ferdinand Kern und Heinrich Weitz.


Was bisher geschah:

Die Erhöhung der Wassergebühren in unserem schönen Städtchen schlägt Wellen. Es brodelt in der Bevölkerung, denn 80 Prozent Erhöhung sind kein Pappenstiel. Für Privathaushalte mit einem guten Einkommen mag es ja noch verkraftbar sein. Rund 20 Euro mehr im Monat für eines der wichtigsten Lebensmittel zu zahlen, ist eigentlich nicht viel. Wasser ist ein hohes Gut. Aber es gibt auch viele Menschen, für die 20 Euro mehr im Monat ein Haufen Geld sind, den sie sich vom Mund absparen müssen. Zudem muss man auch an die Erwerbszweige denken, die hohe Wasserverbräuche haben und wenig oder nichts einsparen können. Das ist eine Wettbewerbsverzerrung gegenüber den Betrieben, die in Orten mit niedrigem Wasserpreis angesiedelt sind.

Die hohe Zahl der Wasserrohrbrüche (rund 170 im Jahr 2017) ist ein Faktor, der zu der eklatanten Erhöhung der Gebühren beiträgt, weil die Wasserverluste entsprechend hoch sind und die Kosten für die Reparaturen teuer. Über Jahre ist bekannt, dass enormer Sanierungsbedarf im Rohrnetz besteht. Dazu kommen kalkulatorische Kosten, die vom Verbraucher nicht nachvollzogen werden können. Sicher, die meisten Sünden liegen in der Vergangenheit. Aber es ist wichtig, im Sinne der Bürger noch einmal detailliert nachzuhaken und die Erhöhung nicht widerspruchslos hinzunehmen. Bürgerprotest ist eine Form der Demokratie. Es ist ja im aktuellen Fall der Wassergebührenerhöhung  kein Eindreschen auf die Verwaltung oder die ehrenamtlich engagierten Stadtratsmitglieder, sondern ein konstruktives Vorgehen, wenn es mit Lösungsansätzen einhergeht.


Widersprüche lagen beim Landratsamt


Wie aus berufenem Munde zu erfahren war, lagen die Widersprüche fast ein Jahr beim Landratsamt und konnten erst bearbeitet bearbeitet werden, als die Stadtverwaltung Obernburg eine Stellungnahme dazu abgegeben hatte. Es wurden leider Widersprüche zurückgezogen, aus Angst vor den angedrohten Kosten. Die Angelegenheit wird sich weiter hinziehen. Übrigens waren auch 2018 über 100 Wasserrohrbrüche zu beklagen. Ein Ende ist nicht absehbar. 😬

Wasser - ein wertvolles Gut. Aber können sich die Obernburger das bald noch leisten? Bildquelle: pixabay.com




Samstag, 27. April 2019

Die Initiatoren gegen den Obernburger Wasserpreis informieren

Die Erhöhung der Wassergebühren um rund 80 Prozent hat bei den Obernburger Bürgern zu Widerstand geführt. Die Initiatoren des Widerpruchs informieren über den aktuellen Stand. Termin ist am 21. Mai 2019, 19 Uhr im Hotel Karpfen.

Nach über einem Jahr ist Bewegung in die Wasserpreis-Geschichte in Obernburg gekommen. Das Landratsamt hat Ende März eine Stellungnahme abgegeben, was allein die juristische Sache beleuchtet. Die Initiatoren des Widerspruchs Ferdinand Kern, Karl-Heinz Messer und Heinrich Weitz sind allerdings der Meinung, dass die Erhöhung moralisch verwerflich ist und mit gutem Willen eine soziale Lösung seitens des Stadtoberhauptes hätte gefunden werden können.
Über den Stand der Dinge informieren sie am Dienstag, 21. Mai, 19 Uhr im Hotel Gasthaus Zum Karpfen. Die interessierte Bevölkerung ist eingeladen.
Hier zur Entwicklung der »Benutzungsgebühr Wasser« und des Widerspruchs.

Sonntag, 31. März 2019

Derblecken von Bürgermeister und Stadtrat: Starkbierabend der Aktiven Liste Obernburg


Finale des Starkbierabends im Obernburger Pfarrheim »Pia fidelis« mit Manfred Schmock, Uwe Beck, Winfried Fäth und Alex Velte (von links).
Foto: Ruth Weitz

Es sind keine Plagiate, sondern orts- und landkreisbezogene Veranstaltungen, die sich am Derblecken beim Starkbieranstich auf dem Münchner Nockerberg orientieren. Gemeint sind der »Narrenberg« in Amorbach und auch der Starkbieranstich der Obernburger Gruppierung »Aktive Liste«, der am Samstagabend, 30. März im Pfarrheim »Pia fidelis« stattfand.
Im Jahr 2008 war laut Manfred Schock die Auftaktveranstaltung, damals noch in der Gaststätte »Hardt« in Eisenbach, die es heute leider nicht mehr gibt, wie so viele andere renommierte Wirtschaften. Das wurde auch am Samstagabend beklagt.

Die »Aktive Liste« ist eine politische Gruppierung, weiland vom mittlerweile aus dem Stadtrat ausgeschiedenen Bruno Fischer ins Leben gerufen, der sich damals von der CSU-Fraktion im Obernburger Gremium abgrenzen wollte. Parteimitglied ist er aber immer noch. Am Samstagabend war er unter den Gästen des nicht ganz voll besetzten Saals. Die Aktive-Liste-Fraktion ist aktuell mit Klaus Fischer, Manfred Schmock, Alex Velte und Jürgen Wolf besetzt.

»Obernburger Stern« und andere Angriffspunkte


Heftig durch den Kakao gezogen wurde Bürgermeister Dietmar Fieger als »Paragraphenreiter« und im mangelnder Gestaltungswille konstatiert. In Frage gestellt wurde die Sinnhaftigkeit des Obernburger Sterns, für den viel Geld investiert worden sei, aber die Zielgruppe, nämlich die Fahrradfahrer, ausbleibe (Auf dem Bild unten von links Winfried Fäth und Alex Velte). Noch mal eine Menge Zaster für ein Leerstandsmanagement auszugeben, damit ein erforderliches Gutachten wie so viele andere als Ablage in einer Schublade lande, prognostizierten die drei Akteure Uwe Beck, Winfried Fäth und Alex Velte, der auch die musikalische Umrahmung der Liedbeiträge übernommen hatte. Der hohe Wasserpreis, die nicht enden wollenden Wasserrohrbrüche und die maroden Straßen waren weitere Themen. Fazit: Einige Maßnahmen wurden zwar umgesetzt, aber sehr viel mehr Notwendiges sei liegen geblieben.

Ein amüsanter Abend 😆, der gerade denen viel Spaß machte, die sich für die Kommunalpolitik in Obernburg interessieren.

Samstag, 16. März 2019

OBB knackt die 5.000er Marke

Bereits 5.000 Zulassungen mit dem OBB-Kennzeichen.
Das Foto zeigt eines aus der Vergangenheit

Es war ursprünglich umstritten, das OBB-Kennzeichen für die ehemalige Kreisstadt Obernburg am Main wieder einzuführen. Unter der Ägide des verstorbenen Landrats Roland Schwing hatte sich eine deutliche Mehrheit im Miltenberger Kreistag gegen die Wiedereinführung von OBB ausgesprochen. Auch die Stadtväter und -mütter im Gremium des Obernburger Stadtrats hatten sich - angefeuert von Bürgermeister Dietmar Fieger - negativ geäußert. Doch dann kam die Kehrtwende! Lesen Sie hier die Geschichte über die maßgebliche Entscheidung. Eine ganze Reihe von Obernburger Bürgern hatten sich für die Wiedereinführung des OBB-Kennzeichens eingesetzt, was zu Beginn des Jahres 2018 dann möglich war. Einer dieser Kämpfer war Winno Elbert, der sich nun doppelt freut. Die Initiative brachte nicht nur das OBB-Kennzeichen zurück, sondern prangt laut seiner Nachfrage bei der Zulassungsstelle mittlerweile auf über 5.000 Fahrzeugen. Das hat Winno Elbert zu folgenden Gedanken veranlasst:


Ein Kennzeichen kehrt zurück! Es zeigt sich: Die Prognosen der missbilligenden OBB Gegner trafen nicht ein. Keine Frage, es gibt Wichtigeres als Autokennzeichen, aber ein gutes Gefühl hat man als Befürworter doch, wenn man immer häufiger das OBB Kennzeichen auf unseren Straßen wahrnimmt. Erfreulich ist auch, dass sich die Räder im Landkreis weiterdrehen, ohne dass irgendjemand - wie teilweise befürchtet - zu Schaden gekommen ist. Das Gegenteil ist der Fall. Unter geringem Aufwand hat man vielen Sympathisanten eine Freude bereitet. Für die Einen erfüllte sich der sehnliche Wunsch eines Traumkennzeichens. Für die Anderen eine Identifikation mit ihrer Liebe zur Heimatstadt. Letzteres dann, wenn über die Landesgrenzen hinaus von neugierigen Passanden gefragt wird, was für ein Ort sich hinter den Buchstaben OBB verbirgt. Insbesondere in diesem Fall ergibt sich die Möglichkeit, dem Neugierigen von der Heimat und der Geschichte der Römerstadt zu erzählen, was letztlich wieder Werbung für unsere Region ist. Zufriedenheit bekommt man auch vom Sachbereichsleiter der Kfz-Zulassungsstelle attestiert, der mit seinen Mitarbeiterinnen - außer vielleicht in den ersten zwei Tagen - keine Probleme mit den Ummeldungen und neu Zulassungen hatte.

Abschließend ein Kompliment an unseren Landrat und den Kreisrätinnen und Kreisräten, die nicht an alten Klischees hängen geblieben sind und durch ihre Zustimmung ein Freizeichen für OBB ermöglicht haben.

Gute Fahrt an alle!!
Winno Elbert

Samstag, 23. Februar 2019

Scherenschnitte aus Obernburg: filigran und künstlerisch wertvoll

Diesen Scherenschnitt von Freya Speth aus Obernburg habe ich mir ausgesucht, weil die Eule als Symbol der Weisheit bekannt ist. Möge sie mir die Weisheit geben, die ich zum Schreiben schöner Artikel und Bücher benötige.

Im Juni 2016, wurde ich von einer guten Bekannten darauf aufmerksam gemacht, dass in Obernburg eine Scherenschnittkünstlerin lebt, die laut Aussage der Bekannten "ganz tolle Sachen" macht. Nun, diese Künstlerin kannte ich schon sehr lange, eigentlich schon, seit ich in Obernburg lebe. Es handelte sich um Freya Speth. Sie hatte immer ihr Scherenschnittpapier in unserem Schreibwarenladen mit Buchhandlung gekauft. Den Laden haben wir schon vor über 20 Jahren geschlossen und das Haus,  das noch aus dem 18. Jahrhundert stammt, verkauft. Sie war auch eine der ersten Ausstellerinnen beim Kunsthandwerkermarkt "Handgemacht", den mein Mann (meine zuweilen bessere Hälfte) vor elf Jahren aus der Taufe gehoben hat.

Die Künstlerin Freya Speth, leider am 15. Mai 2018
verstorben.
Nun gut, wir haben dann einen Termin mit Freya Speth ausgemacht und sie in ihrem hübschen Bungalow im Brennerweg besucht. Es war sehr unterhaltsam, und ich habe viele Dinge erfahren, die ich vorher nicht wusste. Zum Beispiel, dass Frau Speth gebürtige Obernburgerin ist, aber in Oberfranken aufwuchs und wieder durch Heirat an ihren Geburtsort zurückkam. Ihre Scherenschnitte sind wirklich beeindruckend. Sie hat sehr viele davon gefertigt! Immer wieder bat sie mich darum, sie in ihrem Artikel nicht zu sehr zu loben.

Zum Abschluss durfte ich mir einen ihrer original Scherenschnitte aussuchen. Ich habe eine Eule genommen. Sie passt sehr gut zum Schreiben und zur Buchkunst. Jetzt schaut die Scherenschnitt-Eule vom Regal über meinem Schreibtisch auf mich herunter. Ob sie mich positiv beeinflusst? - Ich glaube ja, denn ich hatte schon lange nicht mehr so viel und mit Freude geschrieben wie in den letzten Wochen nach dem Interview mit Freya Speth!



Obernburger Motive im Scherenschnitt


Das Obere Tor in Obernburg als Scherenschnitt.
Die Annakapelle am Obernburger Friedhof 


Und hier der Artikel aus dem Main-Echo



Übrigens heißt es richtig "Auf den Leuchter stellen". Unter dem Leuchter ist der Scheffel. Aber da die Redewendung so prima passt, habe ich - die Semantiker mögen mir verzeihen - den falschen Begriff gewählt, der aber sicher besser verstanden wird, als wenn ich geschrieben hätte, Frau Speth soll ihr Licht auf den Leuchter stellen - oder? Die Scherenschnitte werden uns immer an die liebenswerte Künstlerin erinnern. Sie ist am 15. Mai 2018 von uns gegangen.