Samstag, 16. März 2019

OBB knackt die 5.000er Marke

Bereits 5.000 Zulassungen mit dem OBB-Kennzeichen.

Es war ursprünglich umstritten, das OBB-Kennzeichen für die ehemalige Kreisstadt Obernburg am Main wieder einzuführen. Unter der Ägide des verstorbenen Landrats Roland Schwing hatte sich eine deutliche Mehrheit im Miltenberger Kreistag gegen die Wiedereinführung von OBB ausgesprochen. Auch die Stadtväter und -mütter im Gremium des Obernburger Stadtrats hatten sich - angefeuert von Bürgermeister Dietmar Fieger - negativ geäußert. Doch dann kam die Kehrtwende! Lesen Sie hier die Geschichte über die maßgebliche Entscheidung. Eine ganze Reihe von Obernburger Bürgern hatten sich für die Wiedereinführung des OBB-Kennzeichens eingesetzt, was zu Beginn des Jahres 2018 dann möglich war. Einer dieser Kämpfer war Winno Elbert, der sich nun doppelt freut. Die Initiative brachte nicht nur das OBB-Kennzeichen zurück, sondern prangt laut seiner Nachfrage bei der Zulassungsstelle mittlerweile auf über 5.000 Fahrzeugen. Das hat Winno Elbert zu folgenden Gedanken veranlasst:


Ein Kennzeichen kehrt zurück! Es zeigt sich: Die Prognosen der missbilligenden OBB Gegner trafen nicht ein. Keine Frage, es gibt Wichtigeres als Autokennzeichen, aber ein gutes Gefühl hat man als Befürworter doch, wenn man immer häufiger das OBB Kennzeichen auf unseren Straßen wahrnimmt. Erfreulich ist auch, dass sich die Räder im Landkreis weiterdrehen, ohne dass irgendjemand - wie teilweise befürchtet - zu Schaden gekommen ist. Das Gegenteil ist der Fall. Unter geringem Aufwand hat man vielen Sympathisanten eine Freude bereitet. Für die Einen erfüllte sich der sehnliche Wunsch eines Traumkennzeichens. Für die Anderen eine Identifikation mit ihrer Liebe zur Heimatstadt. Letzteres dann, wenn über die Landesgrenzen hinaus von neugierigen Passanden gefragt wird, was für ein Ort sich hinter den Buchstaben OBB verbirgt. Insbesondere in diesem Fall ergibt sich die Möglichkeit, dem Neugierigen von der Heimat und der Geschichte der Römerstadt zu erzählen, was letztlich wieder Werbung für unsere Region ist. Zufriedenheit bekommt man auch vom Sachbereichsleiter der Kfz-Zulassungsstelle attestiert, der mit seinen Mitarbeiterinnen - außer vielleicht in den ersten zwei Tagen - keine Probleme mit den Ummeldungen und neu Zulassungen hatte.

Abschließend ein Kompliment an unseren Landrat und den Kreisrätinnen und Kreisräten, die nicht an alten Klischees hängen geblieben sind und durch ihre Zustimmung ein Freizeichen für OBB ermöglicht haben.

Gute Fahrt an alle!!
Winno Elbert

Samstag, 23. Februar 2019

Scherenschnitte aus Obernburg: filigran und künstlerisch wertvoll

Diesen Scherenschnitt von Freya Speth aus Obernburg habe ich mir ausgesucht, weil die Eule als Symbol der Weisheit bekannt ist. Möge sie mir die Weisheit geben, die ich zum Schreiben schöner Artikel und Bücher benötige.

Im Juni 2016, wurde ich von einer guten Bekannten darauf aufmerksam gemacht, dass in Obernburg eine Scherenschnittkünstlerin lebt, die laut Aussage der Bekannten "ganz tolle Sachen" macht. Nun, diese Künstlerin kannte ich schon sehr lange, eigentlich schon, seit ich in Obernburg lebe. Es handelte sich um Freya Speth. Sie hatte immer ihr Scherenschnittpapier in unserem Schreibwarenladen mit Buchhandlung gekauft. Den Laden haben wir schon vor über 20 Jahren geschlossen und das Haus,  das noch aus dem 18. Jahrhundert stammt, verkauft. Sie war auch eine der ersten Ausstellerinnen beim Kunsthandwerkermarkt "Handgemacht", den mein Mann (meine zuweilen bessere Hälfte) vor elf Jahren aus der Taufe gehoben hat.

Die Künstlerin Freya Speth, leider am 15. Mai 2018
verstorben.
Nun gut, wir haben dann einen Termin mit Freya Speth ausgemacht und sie in ihrem hübschen Bungalow im Brennerweg besucht. Es war sehr unterhaltsam, und ich habe viele Dinge erfahren, die ich vorher nicht wusste. Zum Beispiel, dass Frau Speth gebürtige Obernburgerin ist, aber in Oberfranken aufwuchs und wieder durch Heirat an ihren Geburtsort zurückkam. Ihre Scherenschnitte sind wirklich beeindruckend. Sie hat sehr viele davon gefertigt! Immer wieder bat sie mich darum, sie in ihrem Artikel nicht zu sehr zu loben.

Zum Abschluss durfte ich mir einen ihrer original Scherenschnitte aussuchen. Ich habe eine Eule genommen. Sie passt sehr gut zum Schreiben und zur Buchkunst. Jetzt schaut die Scherenschnitt-Eule vom Regal über meinem Schreibtisch auf mich herunter. Ob sie mich positiv beeinflusst? - Ich glaube ja, denn ich hatte schon lange nicht mehr so viel und mit Freude geschrieben wie in den letzten Wochen nach dem Interview mit Freya Speth!



Obernburger Motive im Scherenschnitt


Das Obere Tor in Obernburg als Scherenschnitt.
Die Annakapelle am Obernburger Friedhof 


Und hier der Artikel aus dem Main-Echo



Übrigens heißt es richtig "Auf den Leuchter stellen". Unter dem Leuchter ist der Scheffel. Aber da die Redewendung so prima passt, habe ich - die Semantiker mögen mir verzeihen - den falschen Begriff gewählt, der aber sicher besser verstanden wird, als wenn ich geschrieben hätte, Frau Speth soll ihr Licht auf den Leuchter stellen - oder? Die Scherenschnitte werden uns immer an die liebenswerte Künstlerin erinnern. Sie ist am 15. Mai 2018 von uns gegangen.



Donnerstag, 21. Februar 2019

Fit im Schwergewicht: Alison Bauer eine Vorzeigesportlerin

Eine super Sportlerin und eine echte Frohnatur: Alison Bauer

Für den TopShop, ein Produkt des Medienhauses Main-Echo, schreibe ich im Wechsel mit meiner sehr geschätzten Kollegin Annegret Schmitz aus Bürgstadt Geschichten aus der Region. Darunter auch Porträts von besonderen Menschen. Vor 14 Tagen habe ich über die Gänsehautstimme mit Humor-Gen, Susa Stegmann berichtet. In der Ausgabe vom 6. März geht es um die Judoka Alison Bauer, die in der Schwergewichtsklasse in der zweiten Bundesliga kämpft und dort sehr erfolgreich ist.

Obernburg ist ja eigentlich als Handballhochburg bekannt, aber es gibt - wie Alison Bauer - Sportler*innen, die Geschichte schreiben, weil sie sehr erfolgreich sind. Judo führt leider ein Schattendasein und hat kaum eine Lobby. Es war ein sehr spannendes Interview. Wir haben außerdem viel gelacht - besonders beim Fotoshooting! Wir haben vor dem Rathaus alle Blicke auf uns gezogen. Alison ist ja nicht gerade ein Schmalreh, weshalb die Leute wohl meinten, für ein Modejournal wären die Fotos wohl eher nicht. 😂

Sie ist ein Pfundskumpel, sagt, was sie denkt und ist mega cool!

Stolz präsentiert Alison ihre Silbermedaille, die sie bei den süddeutschen Meisterschaften errungen hat.
Foto: privat

Fotoshooting vorm Rathaus.


Montag, 3. Dezember 2018

Mundartabende mit Hans Meserle bereiten Gänsehautgefühle


Gedichte in Mundart, besinnlich und humorvoll, prägen die Mundartabende mit Hans Meserle.
Foto: Ruth Weitz


Es jährte sich bereits zum 29. Mal, dass der Obernburger Heimat- und Verkehrsverein eine Lesung mit dem Mundartdichter Hans Meserle veranstaltete. Immer  am letzten Freitag im November, diesmal am 30. November, durften sich die Gäste im Galerieraum der Obernburger Kochsmühle an Anekdoten und Gedichten zum Thema »Mach’s halblong« erfreuen. Es waren Gänsehautgefühle der besten Art, die der Obernburger Lyriker verbreitete, Die musikalische Umrahmung übernahm auch in diesem Jahr wieder die Obernburger Stubenmusik unter der Leitung von Erwine Knecht. Im Anschluss daran war Gelegenheit zum Austausch bei Wein und Gebäck geboten. 

Die Obernburger Stubenmusik: von links Theresia, Erwine und Florian Knecht sowie Robert Sattler sorgen für die passende Musik zum Obernburger Mundartabend.
Foto: Ruth Weitz


Hier
die Veröffentlichung der Rezension in meine-news.de.

Bitte beachten Sie, dass Bilder und Text dem Urheberrecht unterliegen und ohne meine ausdrückliche Genehmigung nicht heruntergeladen und veröffentlicht werden dürfen. Danke!


Montag, 8. Oktober 2018

Obernburg entdecken und einmal anders erleben

Abbschluss auf dem Ebbelwoiplatz an der Kaisergasse.
Es ist immer wieder ein Vergnügen, Stadtführungen zu veranstalten. Die Grundlage bietet der Stadtführer »Obernburg mit langen Wimpern«. Hier wird Obernburg aus weiblicher Sicht beleuchtet, und es werden Geschichten hinter der Geschichte erzählt. Fiktive Frauenfiguren aus verschiedenen Epochen erzählen ihr Schicksal, dargestellt von Mitgliedern der Theatergruppe »Die Granatsplitter«. Diese Szenen, gespielt an markanten Punkten machen Stadtführungen bunt und lebendig.

Gruppenbild mit den Teilnehmern auf Einladung der Frauenunion am 5. Oktober 2018. Foto: FU-Kreisverband
Die Wandergruppe der Spessartfreunde 1880 Aschaffenburg am Brunnen vor der Kochsmühle mit dem Almosenturm im Hintergrund am 6. Oktober, die eine kurze Stadtführung auf der Rotweinwanderweg-Route nutzten und dann nach Elsenfeld weitergingen.
Buchungen bei der Theatergruppe Die Granatsplitter oder bei Ruth Weitz

Sonntag, 12. August 2018

1000 Euro für HVV Eisenbach

Stolz präsentiert Jürgen Giegerich, Vorsitzender des Eisenbacher Heimat- und Verkehrsvereins, vor der Ortsrufanlage die Urkunde zur Auszeichnung »100 Heimatschätze«.
Foto: Ruth Weitz


Über 1000 Euro Preisgeld freuen sich die Mitglieder des Heimat- und Verkehrsvereins in Eisenbach. Den Betrag haben sie beim Wettbewerb mit dem Titel »100 Heimatschätze« für nichtstaatliche Museen gewonnen. Preisgekrönt wurde die Präsentation der Ortsrufanlage. Sie wird seit 2003 im Obergeschoss des ehemaligen Rathauses an der Mömlingbrücke aufbewahrt, wo sich auch die Ausstellung des vom Heimat- und Verkehrsvereins gepflegten Heimatmuseums befindet.

Bergwerknachbau als zweites Projekt

Zwei Projekte hatte Vorsitzender Jürgen Giegerich eingereicht. Neben der Ortsrufanlage auch den Nachbau eines Bergwerks für den Eisenerzabbau im Außenbereich des Museums. Bis 1924 wurde in dem Odenwalddorf noch Eisenerz gewonnen. Ein Alleinstellungsmerkmal in der facettenreichen Geschichte des heutigen Obernburger Stadtteils. Besondere Anerkennung bei der vom bayrischen Staatsministerium für Finanzen, Landesentwicklung und Heimat eingesetzten Jury fand die Ortsrufanlage. Sie wurde als besonders spannend, regionaltypisch und mit einem starken Bezug zur Ortsgeschichte angesehen. Die Anlage ist voll intakt und kommt auch heute noch beim Museumsfest oder bei besonderen Anlässen zum Einsatz.

Festakt mit Preisverleihung in München

Der heutige bayerische Ministerpräsident Markus Söder, damals noch Heimatminister, hatte gemeinsam mit Kultusminister Ludwig Spaenle und der Landesstelle für nichtstaatliche Museen den Wettbewerb »100 Heimatschätze« ausgeschrieben. Aus den eingereichten Projekten wurden bayernweit 100 ausgewählt, darunter die Ortsrufanlage im Heimatmuseum des Eisenbacher Heimat- und Verkehrsvereins. Im Regierungsbezirk Unterfranken kamen insgesamt 13 nichtstaatliche Museen in den Genuss der Auszeichnung, die je Preisträger mit einer finanziellen Anerkennung von 1000 Euro verbunden ist. Der aktuelle Finanz- und Heimatminister Albert Füracker hatte die Urkunden und Preisgelder im Rahmen eines Festaktes in München überreicht. Jürgen Giegerich konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht teilnehmen und freut sich nun über die Zuwendung und die Urkunde. »Das Geld können wir gut für die Pflege unseres Museums und die Präsentation in der Außenanlage verwenden«, sagt der HVV-Vorsitzende.

Hintergrund Ortsrufanlage

In der damals noch selbstständigen Gemeinde Eisenbach wurde die Ortsrufanlage im Jahr 1954 installiert, die vom Rathaus aus über einen Verstärker mit den amtlichen Bekanntgaben besprochen wurde. Insgesamt 35 Lautsprecher waren mit der Anlage verbunden. Es war die einzige Anlage dieser Art im Altlandkreis Obernburg. Täglich um 12.05 Uhr und um 17 Uhr gab es Durchsagen, zumeist amtliche Bekanntmachungen, aber auch Mitteilungen der Ortsvereine, Gratulationen zu Geburtstagen, Hochzeiten oder Jubiläen. Im Fundus der Gemeinde befand sich auch eine umfangreiche Schallplattensammlung, die passend zum Anlass eingesetzt wurde. Anfang der 1970er Jahre nur noch sporadisch eingesetzt. In das Neubaugebiet Hardt wurden keine neuen Leitungen für weitere Lautsprecher verlegt. Das gedruckte Amtsblatt, das in die Haushalte verteilt wurde, ersetzte die Rufanlage. Seit der Eingemeindung Eisenbachs im Jahr 1978 zu Obernburg wurden die Bekanntmachungen in den Obernburger Almosenturm übernommen.



Montag, 6. August 2018

Summerfeeling beim Obernburger Altstadtfest im August 2018


Mit ihrer Gänsehautstimme und starker Bühnenpräsenz begeistert Susa das Publikum.

Vielseitig mit einem breiten Repertoire präsentiert sich die Stimmungskapelle »Die Obernburger«.





Das Wetter spielte mit an beiden Tagen des 4. und 5. August 2018, als das Altstadtfest in Obernburg eine Wiederbelebung erfuhr. Wir erinnern uns: Im Jahr 2017 fiel es mangels Beteiligungsbereitschaft aus. Diesmal war ich nur am Samstagabend vor Ort. Ich hatte den Auftrag, über die Kapelle »Die Obernburger« zu berichten, was ich auch getan habe. Zusätzlich habe ich auch noch zu »Susa, the magic Voice« meine Schritte gelenkt und zwei kurze Videos gedreht.