Samstag, 25. April 2020

Obernburg in Zeiten von Corona

Bunte Welt auf der großen Wiese - Kopfkino in Zeiten von Corona aus dem Kinderbuch »Schwipp und Schwapp«.
Foto: Weitz & Weitz Verlag

Es wird wohl niemand bestreiten, dass sich die Welt und auch unser Mikrokosmos seit der Corona-Pandemie verändert hat. In Obernburg ist es nicht viel anders als anderswo. Dennoch geht es uns hier noch recht gut. Die Frage ist, wie lange wir durchhalten müssen und können. Der Einzelhandel darf ab 27. April wieder öffnen. Allerdings mit klaren Hygienemaßnahmen. Das Verwaltungsgericht Würzburg hat entschieden, dass auch der Laden, der geklagt hatte, auch über 800 Quadratmeter Verkaufsfläche seine Pforten nicht mehr geschlossen halten muss.
Wichtig ist, dass die Leute regional einkaufen, dort auch die Online-Shops und den Lieferservice nutzen. Die Giganten wie Amazon & Co. sollten nicht die alleinigen Nutznießer der Krise sein. Das wird letztlich helfen, die wirtschaftliche Talfahrt zu bremsen.
Wie kann man die Zeit des Social Distancing nutzen, um keinen Koller zu bekommen? Beispielsweise mit Lesespaß und Vorlesen für kleinere Kinder, mit Tätigkeiten, die man schon lange erledigen wollte, aber bisher nicht dazu kam.

Vorlesespaß im Video




Hier in Obernburg gibt es Unternehmen und Läden, die viel zu bieten haben. Der kleine Verlag Weitz & Weitz hat ein Kinderbuch herausgebracht, das beispielsweise im Buchkabinett vorrätig ist, allerdings nicht über den Online-Katalog, sondern im Laden, telefonisch, 06022 9790 oder per E-Mail: das@buchkabinett.de oder auch persönlich im Laden zu kaufen.
Das Buch hat unter anderem Manfred Giebenhain, Journalist aus Michelstadt, rezensiert.
Seine Rezension in voller Länge ist hier nachzulesen.

Diesen Termin schon mal vormerken:
Am Sonntag, 29. November, 15 Uhr gibt's geballten Spaß auf der Kinderkleinkunstbühne im Obergeschoss der Kochsmühle. Da gibt's eine außergewöhnliche Buchvorstellung mit dem Autor Ingo Knoppe und Überraschungsgästen bei Musik, Theater und freiem Eintritt!

Dienstag, 4. Februar 2020

Wasser und die Gebühren - ein feuriges Thema in Obernburg - Update 4. Februar 2020

Hohe Wassergebühren erzeugen flammenden Protest in Obernburg. Zurzeit ruhen die Aktivitäten, doch die Wasserpreisgegner hoffen auf eine politische Veränderung bei der Kommunalwahl am 15. März 2020
Bildquelle: pixabay.com


Es kann durchaus möglich sein, dass die Karten bezüglich des hohen Wasserpreises in Obernburg nach der Kommunalwahl am 15. März 2020 neu gemischt werden. Es gibt Bestrebungen von einigen Bewerbern fürs Bürgermeisteramt und von Kandidat*innen der Stadtratslisten, die Wasserversorgung und die Gebührenkalkulation auf den Prüfstand zu stellen.
Wir erinnern uns: Am 21. Mai 2019 fand eine Informationsveranstaltung im Gasthaus »Karpfen« statt. Ferdinand Kern nannte den Grund für den Rat zur Rücknahme des Widerspruchs. Die Chancen auf Erfolg seien gering, die Kosten jedoch hoch, wenn es zu einem Rechtsstreit vor dem Verwaltungsgericht komme. Juristisch sei die Erhöhung kaum anfechtbar, moralisch jedoch »gar nicht in Ordnung«, so der ehemalige Stadtrat. In seinem Vortrag wies er auf die vielen Rohrbrüche mit hohen Wasserverlusten von über 40 Prozent pro Jahr hin, die zu der dramatischen Erhöhung geführt hatten. Sehenden Auges sei die Entwicklung von Bürgermeister Fieger ignoriert worden. Schon im vorherigen Kalkulationszeitraum ab 2015 bis 2018 hätten Sanierungsmaßnahmen ergriffen werden müssen. Eine Gebührenanpassung sei damals nicht erfolgt, obwohl sie nötig gewesen wäre. Nun zahle der Bürger die Zeche und die Wasserrohrbrüche rissen nicht ab. Hier der vollständige Artikel auf meine-news.de.

Die Historie und die Details zur Wasserpreiserhöhung erläutert Ferdinand Kern.
Foto: R. Weitz


Ein dickes Lob ans Landratsamt, denn im April 2019 ging eine ausführliche Nachricht von Frau Kneisel bei Heinrich Weitz ein, dass eine eine Fristverlängerung zur Äußerung bis 31.05.2019 gewährt wird. Allerdings muss jede(r) der/die einen Widerspruch eingereicht hat, die Fristverlängerung selbst beantragen. Weiterhin werden auch die ungefähren Kosten benannt, in der ein „Gebührenrahmen“ von 33 – 66 Euro abgesteckt wird. Bei Zurücknahme des Widerspruchs werden Kosten von 33 Euro in Aussicht gestellt.


So war der Stand am 25. März 2019: Die Mühlen der Behörden mahlen bekanntlich extrem langsam. Das zeigte sich an der Bearbeitung des Widerspruchs gegen den Wasserpreis in Obernburg.


In der Stadtratssitzung am 26. Juli vor der Sommerpause 2017 hat der Stadtrat gegen die Stimmen der Freien Wähler entschieden, an dem Beschluss festzuhalten, den Wasserpreis um 80 Prozent auf 4,13 Eu­ro pro Kubikmeter zu erhöhen. Die Argumentation stützt sich auf die gesetzliche Vorgabe, die Wasser- und Abwassergebühren kostendeckend zu kalkulieren. Es waren 92 Bürgeranträge gestellt worden, noch einmal über den Beschluss zu beraten und neu abzustimmen. Insgesamt wollten sich knapp 450 Bürger mit der drastischen Erhöhung nicht abfinden und hatten ihren Protest schriftlich kund getan. Die Ursache der hohen Kosten sind hauptsächlich mehr als hundert Wasserrohrbrüche im Jahr 2017 und 2018 verantwortlich. Rund 6 000 Euro pro Reparatur schlagen zu Buche. Auch im Jahr 2019 zeichnen sich wieder außergewöhnlich viele Wasserrohrbrüche ab. Eigentlich sollte die Erneuerung des Rohrsystems in Obernburg-Nord schon 2018 angegangen werden. Nun ist die Maßnahme für Frühjahr 2019 geplant. Laut Beschluss im Stadtrat vom 28. März 2019 wurden die Vergaben jetzt festgelegt. 😧


Widerprüchler sprechen von »Einschüchterungstaktik



Die Stellungnahme des Landratsamtes gegen die laut Fieger insgesamt 114 Widersprüche von Haus- und Grundstückseigentümer ist mittlerweile (nach über einem Jahr!) bei einigen Widersprüchlern eingegangen. Ein 11 Seiten umfassendes Pamphlet in Behördensprache und Juristendeutsch, das kaum ein Mensch versteht. Fazit: Die Widersprüche seien zwar zulässig, aber als unbegründet zurückzuweisen. Innerhalb der nächsten vier Wochen soll mitgeteilt werden, ob eine Zustellung des kostenpflichtigen Widerspruchbescheids gewünscht wird, um beim Verwaltungsgericht in Würzburg Klage einzureichen. Wie hoch die Kosten sind, wird nicht beziffert. Wird der Widerspruch zurückgenommen, wird laut Landratsamt das Verfahren eingestellt und eine ermäßigte Gebühr festgesetzt. Auch hier wird die Höhe der Gebühr nicht genannt. Einer der Widersprüchler nannte diese Vorgehensweise »Einschüchterungstaktik«. Eine Frist von vier Wochen einzuräumen, um sich zu entscheiden, den Widerspruch aufrecht zu erhalten oder ihn zurückzunehmen, ist unverhältnismäßig kurz, wenn man bedenkt, dass mehr als ein Jahr vergangen ist, bis eine Mitteilung einging.

Aufgemerkt: Eine Senkung des Wasserpreises wäre erst in drei Jahren möglich, wenn neu kalkuliert wird. Es ist auch denkbar, dass noch einmal eine Erhöhung auf die Bürger zukommt, denn die Sanierung der defekten Leitungssysteme ist nicht zum Nulltarif zu erhalten.

Drei ältere Herren zeigen Einsatz


Ein »Wassermann«, was die Kompetenz in der kommunalen Wasserversorgung Obernburgs angeht, ist Ferdinand Kern, der 28 Jahre im Stadtrat saß und die wichtigsten Details für einen Widerspruch erarbeitet hat. Ihm haben sich Karl Heinz Messer, ein Marketingfachmann im Ruhestand und meine zuweilen bessere Hälfte Heinrich Weitz, Buchhändler a. D. angeschlossen, um eine Widerspruchsaktion in Gang zu setzen. Die Rentnergang hat schon eine Menge Resonanz erfahren. Die Frist für Eigentümer von Häusern, Wohnungen und Grundstücken lief am 25. Februar 2018 ab. Vor einigen Tagen ist bei vielen Widersprüchlern ein Schreiben von der Stadtverwaltung eingegangen, das zu großer Verunsicherung führte. Deshalb war für Freitag, 23. Februar, 19 Uhr im Hotel Karpfen eine Informationsveranstaltung anberaumt, in der auch ein Brief der drei Initiatoren an den Bürgermeister verlesen wurde, in dem sie um Aufklärung baten. Die Antwort erfolgte einen Tag nach Ablauf der gesetzten Frist, den Widerspruch zurückzunehmen. Wörtliches Fazit des Rathauschefs: »...Seitens der Stadtverwaltung gibt es keinen Bedarf für weitere Erklärungen oder Hinweise...«.


Die aufmüpfige Rentnergang gegen den Wasserpreis: von links Karl Heinz Messer, Ferdinand Kern und Heinrich Weitz.


Was zum Widerspruch gegen den hohen Wasserpreis führte:


Die Erhöhung der Wassergebühren in unserem schönen Städtchen schlägt immer noch Wellen. Es brodelt in der Bevölkerung, denn 80 Prozent Erhöhung sind kein Pappenstiel. Für Privathaushalte mit einem guten Einkommen mag es ja noch verkraftbar sein. Rund 20 Euro mehr im Monat für eines der wichtigsten Lebensmittel zu zahlen, ist eigentlich nicht viel. Wasser ist ein hohes Gut. Aber es gibt auch viele Menschen, für die 20 Euro mehr im Monat ein Haufen Geld sind, den sie sich vom Mund absparen müssen. Zudem muss man auch an die Erwerbszweige denken, die hohe Wasserverbräuche haben und wenig oder nichts einsparen können. Das ist eine Wettbewerbsverzerrung gegenüber den Betrieben, die in Orten mit niedrigem Wasserpreis angesiedelt sind.

Die hohe Zahl der Wasserrohrbrüche (rund 170 im Jahr 2017) ist ein Faktor, der zu der eklatanten Erhöhung der Gebühren beiträgt, weil die Wasserverluste entsprechend hoch sind und die Kosten für die Reparaturen teuer. Über Jahre ist bekannt, dass enormer Sanierungsbedarf im Rohrnetz besteht. Dazu kommen kalkulatorische Kosten, die vom Verbraucher nicht nachvollzogen werden können. Sicher, die meisten Sünden liegen in der Vergangenheit. Aber es ist wichtig, im Sinne der Bürger noch einmal detailliert nachzuhaken und die Erhöhung nicht widerspruchslos hinzunehmen. Bürgerprotest ist eine Form der Demokratie. Es ist ja im aktuellen Fall der Wassergebührenerhöhung kein Eindreschen auf die Verwaltung oder die ehrenamtlich engagierten Stadtratsmitglieder, sondern ein konstruktives Vorgehen, wenn es mit Lösungsansätzen einhergeht.

Widersprüche lagen beim Landratsamt


Wie aus berufenem Munde zu erfahren war, lagen die Widersprüche fast ein Jahr beim Landratsamt und konnten erst bearbeitet bearbeitet werden, als die Stadtverwaltung Obernburg eine Stellungnahme dazu abgegeben hatte. Es wurden leider Widersprüche zurückgezogen, aus Angst vor den angedrohten Kosten. Die Angelegenheit wird sich weiter hinziehen. Übrigens waren auch 2018 über 100 Wasserrohrbrüche zu beklagen. Ein Ende ist nicht absehbar. 😬
Wasser - ein wertvolles Gut. Aber können sich die Obernburger das bald noch leisten? Bildquelle: pixabay.com




Samstag, 14. Dezember 2019

Arbeit mit Spaß verbinden: Helfer im Waldhaus Obernburg und im Naturfreundehaus Eisenbach gesucht

Gut bewirtet: Im Waldhaus Obernburg wissen das die Besucher quer durch alle Generationen zu schätzen.


Ehrenamtliches Engagement wird groß geschrieben, aber immer weniger Menschen sind bereit, sich zu engagieren. Oft stecken berufliche oder familiäre Gründe dahinter. Der Leistungsdruck lässt kaum Zeit für gesellschaftliches Engagement. In der Ausgabe des TopShop am 12. Dezember 2019 erschien der Beitrag über den Helfermangel im Obernburger Waldhaus und im Naturfreundehaus im Stadtteil Eisenbach. Hier wird die Situation von Ruth Weitz ausführlich beschrieben.

Die Zahl der Menschen, die in die Natur streben, um das gastronomische Angebot fern von Straßenlärm und Fahrzeugverkehr in schöner Umgebung zu genießen, wird immer größer. Gerade Familien mit Kindern suchen gerne die regelmäßig bewirtschafteten Waldhäuser und Wanderheime in der Umgebung auf. Beispielsweise im Waldhaus in Obernburg, mitten im Stadtwald und im Georg-Schnabel-Haus der Naturfreunde auf dem Adel im Stadtteil Eisenbach sorgen Ehrenamtliche für die Organisation und Bewirtung. Doch es wird immer schwieriger, Helfergruppen zu finden.

Verpachtung oder Einschränkung der Öffnungszeiten?


Das Waldhaus in Wörth oder das Wanderheim am Aussichtsturm in Klingenberg wurden schon lange von Pächtern übernommen und sind wie die ehrenamtlich betriebenen gut besucht. Die Vorstandsmitglieder des Waldhausvereins und der Naturfreunde haben große Sorge, dass sie die Dienste ab 2020 überhaupt noch besetzen können. »Bis jetzt haben wir das nur bewältigen können, wenn Gruppen Doppeldienste übernommen haben. Aber auf Dauer ist das nicht machbar«, sagt Michaela Brand vom Waldhausverein. Sie und ihr Mann Timo - gleichzeitig auch Vorsitzender des Vereins - stoßen an ihre Grenzen, was die Einsätze betrifft. Im nächsten Jahr falle eine weitere Sonntagsgruppe aus. Die Konsequenz: Es muss der erste Sonntag im Monat geschlossen werden, wenn sich keine neuen Helfer melden.

Michaela und Timo Brand vom Waldhausverein hoffen auf neue Helfer.

Die Naturfreunde in Eisenbach haben die Notlage überbrücken können, indem sie während der Sommerferien rund vier Wochen komplett schließen und nur jeden zweiten Mittwochnachmittag geöffnet haben. Hauswartin Monika Neudel sagt klar, dass die Verantwortlichen im Verein ernsthaft überlegen, die Wirtschaft im Georg-Schnabel-Haus zu verpachten. »Einen Pächter zu finden, ist aber auch nicht gerade leicht«, so Neudel.

Eine Verpachtung wird beim Waldhausverein aktuell nicht in Betracht gezogen. Während die Mittwochnachmittage meist von rüstigen Rentnern besetzt sind und sich die Besucherstruktur überwiegend aus dieser Altersgruppe zusammensetzt, ist sonntags die jüngere Generation im und ums Waldhaus zu finden. Derzeit sind vier Mittwochsgruppen im Einsatz und sechs Sonntagsgruppen bis Ende des Jahres 2019. Ab Januar 2020 sind es dann nur noch fünf Sonntagsgruppen, wenn sich keine weiteren Helfer zur Verfügung stellen. Rund 80 Prozent der derzeit 54 Wirtschaftshelfer sind schon lange Jahre dabei. Dass es nicht nur Arbeit ist, sondern auch Spaß macht, steht außer Frage. Für die beiden Söhne Max und Tim von Michaela und Timo Brand, zehn und sieben Jahre alt, ist die Freude groß, wenn es ins Waldhaus geht. Dort gibt es einen großzügig angelegten Spielplatz, wo sie sich prima beschäftigen können.

Derzeit hat der Waldhausverein 400 Mitglieder. Der Beitrag von vier Euro jährlich für Aktive und acht Euro für Förderer ist erschwinglich. Schon aus rechtlichen und versicherungstechnischen Gründen müssen die Helfer auch Mitglieder im Verein sein, aber müssen nicht aus Obernburg kommen. Die Gruppe der Naturfreunde in Eisenbach ist eine Untergliederung des Bundesverbands, der auch die Beiträge festlegt und einzieht.


Hintergrund Naturfreundehaus und Waldhaus
Beide Einrichtungen, das Georg-Schnabel-Haus und das Waldhaussind top im Schuss, weil sie von den Mitgliedern gepflegt werden. Sie werden auch für Feiern und Übernachtungen angeboten.
Geöffnet ist das Georg Schnabel-Haus am Adel in Eisenbach sonntags von 11 Uhr bis 19 Uhr und vierzehntägig an ungeraden Wochen mittwochs von 14 bis 19 Uhr. Das Waldhaus im Obernburger Stadtwald auf der Karlshöhe öffnet jeden Mittwoch von 13 bis 18 Uhr und sonntags von 9.30 Uhr bis 18 Uhr.
Weitere Infos zu der Naturfreunde-Gruppe in Eisenbach bei den Hauswarten Monika und Peter Neudel unter Telefon 06022/38243, zum Waldhausverein (zu den Öffnungszeiten des Waldhauses) unter Telefon: 06022/1888 oder bei Michaela und Timo Brand: 06022/5083842
E-Mail: vorstand@waldhaus-obernburg.de

Mittwoch, 25. September 2019

Kann Markus Hartmann den amtierenden Bürgermeister aus dem Sattel heben?

Markus Hartmann will Bürgermeister in Obernburg werden.
Foto: Freie Wähler Obb/M. Hartmann

Der Wahlkampf in der Römerstadt am Main ist eingeläutet: Die CSU hat den amtierenden Bürgermeister wieder ins Rennen um den Chefsessel im Obernburger Rathaus geschickt und die Stadtratsliste für die Kommunalwahl am 15. März 2020 verabschiedet. Die Freien Wähler trumpfen mit Markus Hartmann auf, der seinen Lebensmittelpunkt im Stadtteil Eisenbach hat und Verantwortung für Obernburg übernehmen will. Mit Spannung werden die Listenaufstellungen erwartet. Aktive Liste, Bündnis 90/Die Grünen, Freie Wähler und SPD haben ihre Kandidaten und Kandidatinnen noch nicht nominiert. Möglicherweise gibt es weitere Bürgermeisterkanditat*innen. Es wird auf jeden Fall spannend. Eine Besonderheit: Keiner der amtierenden SPD-Stadträte wird 2020 wieder antreten. Dennoch: Die Sozialdemokraten treten wieder mit einer eigenen Liste an. Ziel von Aktive Liste, Grüne, FW und SPD ist, eine Politikwende zu erreichen und die Vormachtstellung der CSU zu brechen. Kein leichtes Unterfangen!


Ein Kandidat mit Know How


Zu Markus Hartmann ist zu sagen, dass der 45-jährige Familienvater eine Menge Kompetenz vorzuweisen hat. Er ist Staatsbeamter beim Landratsamt Aschaffenburg, kennt sich bestens in der Kommunalverwaltung aus, ist aber kein Paragrafenreiter, sondern hat frische Ideen und zeigt sich motiviert, seine Heimatkommune nach vorne zu bringen. Es geht ihm nicht allein um wirtschaftliche Aspekte, sondern darum, alle relevante Themen, wie auch den Umweltschutz, den Erhalt der natürlichen Ressourcen und die Möglichkeiten der Stadtentwicklung miteinander in Einklang zu bringen. Sein Vorteil: Er ist unverbraucht und glaubwürdig. Er führt keine Diffamierungskampagne gegen den politischen Gegner, sondern bewegt sich auf einer sachlichen Ebene mit stichhaltigen Argumenten
Sein Standing im jüngsten Beitrag bei bei meine-news.de: Lebensqualität und Luft zum Wohle der Bürger verbessern!

Wer mehr über sein Profil erfahren möchte, kann es hier tun.





Sonntag, 7. Juli 2019

Pflanzen und Kunsthandwerk bei der Baumschule Geißler


Ein Dorado für Pflanzenfreunde bietet die Ausstellung »Kunst und Handwerk« wie hier die üppige Hortensienpracht auf dem Gelände und in den Räumen der Baumschule Geißler im Obernburger Stadtteil Eisenbach.

Zum fünften Mal fand am Wochenende des 6. und 7. Juli die Ausstellung »Kunst und Pflanzen« auf dem Gelände der Obernburger Baumschule Geißler statt. Es war wiederum ein Genuss für Auge, Seele und auch fürs leibliche Wohlergehen. Angekündigt waren Aussteller mit dekorativen Fensterrahmen, erlesenem Schmuck, Mosaikkunst, Handarbeiten, Keramik- und Tonkunst, Holzfiguren- und skulpturen, handgemachten Seifen und vielem mehr. Es war in der Tat ein buntes Programm an in seiner ganzen Vielfalt an Kunsthandwerk. Die Lebenshilfe hatte eine Ausstellung an Gemälden von Menschen mit Behinderung zusammengestellt.
Es gab zudem Angebote für die jüngsten Besucher und Spenden für einen guten Zweck.

Blitzeblauer Himmel und Blühpflanzen im Vordergrund  bei der Schau am Samstag.

Fürs leibliches Wohl war außerdem gesorgt: Wein vom Weingut Hofmann-Herkert aus Klingenberg, Flammkuchen, außergewöhnlich Bratwurstkreationen, Crepes sowie Kaffee und Kuchen.

Keramikfrösche von der Obernburger Keramikerin Inge Bernert. Man beachte die Gummistiefel! 😎
Farbenprächtige Gemälde von Menschen mit 
Behinderung.
Ideenreich arrangierte Präsentation.

Schmuck aus fossilem Mammut von Ingo Knoppe.


Handgeschöpfte Seifen und mehr.
Es gab in der Tat viel zu sehen und auch zu kaufen bei der Ausstellung. Gerade für die geschmackvolle Dekoration im eigenen Garten oder auf Balkon und Terrasse konnten die Besucher viele Anregungen sammeln. Eine super Idee des Teams um die Familie Hofmann von der Baumschule Geißler und ein Tipp, unter der Woche mal das Betriebsgelände zu besuchen und sich beraten zu lassen. Ideal für Leute, die gerne mit dem Fahrrad unterwegs sind! Das Unternehmen befindet sich direkt am Fahrradweg zwischen Eisenbach und Mömlingen. Mit dem Auto ist es über die Zufahrt von der B426 zum Reitgelände Neustädter Hof erreichbar.
Ich erlaube mir ganz keck, Werbung für die Baumschule der Familie Hofmann einfließen zu lassen, denn sie bedeutet eine Mehrwert für die Verbraucher - nicht nur in Obernburg! Regional einkaufen ist gelebter Umweltschutz und ein Beitrag zur Reduzierung der CO2-Emissionen.

Fotos © Ruth Weitz



Samstag, 27. April 2019

Die Initiatoren gegen den Obernburger Wasserpreis informieren

Die Erhöhung der Wassergebühren um rund 80 Prozent hat bei den Obernburger Bürgern zu Widerstand geführt. Die Initiatoren des Widerpruchs informieren über den aktuellen Stand. Termin ist am 21. Mai 2019, 19 Uhr im Hotel Karpfen.

Nach über einem Jahr ist Bewegung in die Wasserpreis-Geschichte in Obernburg gekommen. Das Landratsamt hat Ende März eine Stellungnahme abgegeben, was allein die juristische Sache beleuchtet. Die Initiatoren des Widerspruchs Ferdinand Kern, Karl-Heinz Messer und Heinrich Weitz sind allerdings der Meinung, dass die Erhöhung moralisch verwerflich ist und mit gutem Willen eine soziale Lösung seitens des Stadtoberhauptes hätte gefunden werden können.
Über den Stand der Dinge informieren sie am Dienstag, 21. Mai, 19 Uhr im Hotel Gasthaus Zum Karpfen. Die interessierte Bevölkerung ist eingeladen.
Hier zur Entwicklung der »Benutzungsgebühr Wasser« und des Widerspruchs.

Sonntag, 31. März 2019

Derblecken von Bürgermeister und Stadtrat: Starkbierabend der Aktiven Liste Obernburg


Finale des Starkbierabends im Obernburger Pfarrheim »Pia fidelis« mit Manfred Schmock, Uwe Beck, Winfried Fäth und Alex Velte (von links).
Foto: Ruth Weitz

Es sind keine Plagiate, sondern orts- und landkreisbezogene Veranstaltungen, die sich am Derblecken beim Starkbieranstich auf dem Münchner Nockerberg orientieren. Gemeint sind der »Narrenberg« in Amorbach und auch der Starkbieranstich der Obernburger Gruppierung »Aktive Liste«, der am Samstagabend, 30. März im Pfarrheim »Pia fidelis« stattfand.
Im Jahr 2008 war laut Manfred Schock die Auftaktveranstaltung, damals noch in der Gaststätte »Hardt« in Eisenbach, die es heute leider nicht mehr gibt, wie so viele andere renommierte Wirtschaften. Das wurde auch am Samstagabend beklagt.

Die »Aktive Liste« ist eine politische Gruppierung, weiland vom mittlerweile aus dem Stadtrat ausgeschiedenen Bruno Fischer ins Leben gerufen, der sich damals von der CSU-Fraktion im Obernburger Gremium abgrenzen wollte. Parteimitglied ist er aber immer noch. Am Samstagabend war er unter den Gästen des nicht ganz voll besetzten Saals. Die Aktive-Liste-Fraktion ist aktuell mit Klaus Fischer, Manfred Schmock, Alex Velte und Jürgen Wolf besetzt.

»Obernburger Stern« und andere Angriffspunkte


Heftig durch den Kakao gezogen wurde Bürgermeister Dietmar Fieger als »Paragraphenreiter« und im mangelnder Gestaltungswille konstatiert. In Frage gestellt wurde die Sinnhaftigkeit des Obernburger Sterns, für den viel Geld investiert worden sei, aber die Zielgruppe, nämlich die Fahrradfahrer, ausbleibe (Auf dem Bild unten von links Winfried Fäth und Alex Velte). Noch mal eine Menge Zaster für ein Leerstandsmanagement auszugeben, damit ein erforderliches Gutachten wie so viele andere als Ablage in einer Schublade lande, prognostizierten die drei Akteure Uwe Beck, Winfried Fäth und Alex Velte, der auch die musikalische Umrahmung der Liedbeiträge übernommen hatte. Der hohe Wasserpreis, die nicht enden wollenden Wasserrohrbrüche und die maroden Straßen waren weitere Themen. Fazit: Einige Maßnahmen wurden zwar umgesetzt, aber sehr viel mehr Notwendiges sei liegen geblieben.

Ein amüsanter Abend 😆, der gerade denen viel Spaß machte, die sich für die Kommunalpolitik in Obernburg interessieren.